geb. 1946
1963 - 1966
1968 - 1974

1974 - 1976
1988
1995
1998
2000
2002
2004
2007
2011
 
 
 in Oberammergau
Staatliche Schnitzschule für Holzbildhauerei Oberammergau
Akademie der Bildenden Künste München, Bildhauerei
Meisterschüler bei Prof. Georg Brenninger
Kunstakademie Stuttgart, Malerei bei Alfred Hrdlicka
Plakatwettbewerb Passionsspiele 1990, 1. und 3. Preis sowie Ausführung
St. Lukas-Wettbewerb, Künstlerpreis des Schwäbischen Krippenmuseums
Brunnen für Oberammergau, 1. Preis und Ausführung “Rottwagen“
Brückenschlag auf der Insel Wörth, Seehausen am Staffelsee "Friedenstaube“
Skulpturenweg Oberammergau "Friedenstaube“
Skulpturenweg Oberammergau "Orpheus“
Skulpturenweg Oberammergau "Mutter mit Kind“
Georg-Petel-Preis für Kleinplastik, Weilheim i. Obb., 3. Preis
 
 
 
  
 
 
Die Liebe zu Italien, zu seinen Landschaften, seinem Licht und seinen Menschen erfasste nicht wenige Künstler und Schriftsteller. Wir denken sofort an Goethes italienische Reise, der so viele Reisen deutscher Künstler vorausgingen und folgten, von Dürer über die Deutsch-Römer und Nazarener, von Poussin, Lorrain, Corot und Turner bis zu Purrmann und den Modernen und - bis heute - zur nicht nachlassenden Pilgerschaft der ausgewählten zeitgenössischen Künstler, die eine Heimstatt in den Kulturinstituten der Villa Romana in Florenz und der Villa Massimo in Rom fanden und finden.
Hubert Lang gehört in diese Reihe der affiniciatos d’Italia unbedingt hinein. Schon früh erwachte diese Liebe, angefacht von einem Landschaftsbild Hans Purrmanns „Blick von der Villa Romana auf Florenz“ von 1940, das sich im Haus seines Vaters, des Bildhauers Hubert Lang sen. befand. Erste Reisen nach Italien im Jahr 1960 fanden in Begleitung seines Vaters statt, der ihm, dem angehenden Studenten der Kunst, seine früheren Wirkungsstätten Villa Massimo und Villa Romana zeigte. Während seiner Studienzeit an der Münchner und der Stuttgarter Akademie vertiefte Hubert Lang diese Neigung, die Faszination der italienischen Landschaft und Kunst, im Studium der Malerei der alten Meister.
Sofort nach dem Kunststudium zog es ihn im Jahre 1977 wieder nach Italien, er wollte die Landschaft vor Ort studieren und malen, die Ideen und Anweisungen der Meister befolgen und so seinen eigenen Weg zur Malerei, zur Kunst finden. Er entdeckte für sein Anliegen den kleinen Ort Montechiaro, nur acht Kilometer von Siena entfernt, mit einer stilvollen Villa aus dem 17. Jh. und einem großen Park. In der atmosphärischen Stille der hügeligen Toskana, die sich weit um den Ort ausbreitet, aber auch in Auseinandersetzung mit der großen klassischen Malerei, den Fresken und Gemälden der toskanischen Maler, entwickelte Hubert Lang seinen ganz eigenständigen Malstil: Feinfühlig abgestimmte Kompositionen, die Architektur und Natur zu einem harmonischen Ganzen verbinden, ausgewogene Bildgewichte und Massen, dazu die sorgfältig abgestufte Farbgebung, niemals heftige Kontraste, trotz der komplementären Farben, sondern immer die Balance zwischen Farbton und Helldunkel findend.
Die mit Zypressen besetzten Anhöhen mit dazwischen eingebetteten einfachen Landhäusern der Toskana hat Lang ebenfalls in einigen Bildern in seiner eigenständig entwickelten maniera einprägsam und klar festgehalten. Nie wird der Blick von überflüssigen Details festgehalten, immer wird das Ganze gesucht, die in sich ausgewogene Komposition aus einigen ausgewählten Elementen, die der Künstler in überzeugenden kubischen Formen und mit dem glühenden Farbschmelz des toskanischen Lichtes vor Augen stellt. Gerne schweift der Blick des Künstlers in die Ferne der sich vor ihm sanft ausbreitenden landschaftlichen Formationen. Hier wird sparsam akzentuiert, mit einigen sich dunkelgrün vor hellblauem Himmel und manchmal rosafarbenem Gewölk abhebenden Zypressen, einer bläulich gehaltenen Buschgruppe, dunklen Schlagschatten vereinzelter Bäume, oder einem wuchtig aufragenden Gebäude mit umlaufenden Mauern. Lang ist ein Meister der Komposition, man merkt die jahrelange Schulung an den Klassikern, an Corot, an Cézanne, an Purrmann.
Immer werden zuerst die Grundformen herausgearbeitet gemäß dem Leitsatz von Cézanne, man behandele die Natur nach Kugel, Kegel und Zylinder – die Helldunkelwerte mit der Lokalfarbe abgestimmt und schließlich in einer markanten flächigen Maltechnik, die an die pittura metafisica von Carlo Carra erinnert, wiedergegeben.
Im Einklang mit dem überwältigenden landschaftlichen Erlebnis der Toskana, dem sich Hubert Lang so oft wie möglich in den Jahren seines Künstlerlebens ausgesetzt hat und sicher weiter aussetzen wird, hat der Maler und Bildhauer ein beachtliches Werk geschaffen, das den Vergleich mit seinen Vorbildern, den großen Meistern der frühitalienischen Malerei nicht zu scheuen braucht.
Der Zyklus „Toskana in Bronze“ entwickelte sich über einen Zeitraum von 25 Jahren. Zypresse, Haus, Mensch und Tier sind als archetypische Zeichen einer italienischen Landschaft zusammengefasst. Die beibehaltene Gusshaut unterstreicht mit ihrem verhalten schimmernden Oxyd das Zeitlos-Archaische dieser kunstvoll organisierten Szenen. Der Zyklus besteht aus sich ständig verwandelnden Grundmotiven, die durch die Technik des Gussverfahrens (Guss nach der verlorenen Form) allesamt Unikate sind.
 
Dr. Hajo Düchting
 
 
 

Ausstellungen zum Thema Italien

1979 “Sommer in Montechiaro”, Galerie Boisserée, Köln
1980 “Toscana im Seitenblick”, Italienisches Kulturinstitut, München
1983 “Malgruppen im Valdarno - Toskana 1977-1983”, Italienisches Kulturinstitut München
1984 “Pittori di Montechiaro”, Galerie Prisma, Siena
1997 “Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena”, Volkshochschule Murnau in der Heuwaage
1998 “Gruppo di pittori tedeschi in Montechiaro”, Studio Rünagel, Raubling
1998 “Villa Montegiachi und Villa Montechiaro”, Kunstforum Garmisch-Partenkirchen
2001 “Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena”, Pilatushaus Oberammergau
2004 “Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena”, Allianz-Agentur Schacher, Puschendorf
2005 “La Strada da Castelnuovo Berardenga a Siena”, Museo del Paesaggio, Castelnuovo Berardenga (SI)
2005 “Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena”, Sparkasse Oberammergau
2006 “Toskana”, Klinikum Garmisch-Partenkirchen
2007 “Apulien-Sizilien”, Kloster Benediktbeuern
2008 “Treffpunkt Villa Romana”, Hans-Purrmann-Haus, Speyer
2009 “Franziskus/Umbrien”, Augustana Forum Augsburg
2011 “Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena”, Galerie Haus der Bayerischen Landwirtschaft, Herrsching
2012 “Jenseits der Alpen”, Dengel Galerie, Reutte (Tirol)
“Franziskus/Umbrien”, Kloster Benediktbeuern
“Die Straße von Castelnuovo Berardenga nach Siena”, Kultur im Kaffeehaus Krönner, Murnau
 
 

Arbeiten im öffentlichen Raum

Stadtansicht
Madonna
Sau
Heimtreiben
Friedenstaube
Orpheus
Rottwagen
Henne
Friedenstaube
Franziskus
Montechiaro
Montaperti
Alfred Hitchcock
Stilllebentisch
Zaunkönig
Weilheim i. Obb., Rathaus
Weilheim i. Obb., Stadtmuseum
Schongau, Münzstraße
Uffing am Staffelsee, Klaus-Bahlsen-Schule
Insel Wörth, Seehausen am Staffelsee
Garmisch, Michael-Ende-Park
Oberammergau, vor dem Oberammergau Museum
Oberammergau, im Garten der BRK Seniorenresidenz
Oberammergau, im Garten des Pilatushauses
Oberammergau, vor dem katholischen Pfarrheim
Puschendorf, Rathaus
Castelnuovo Berardenga (SI), Museo del Paesaggio
Scheveningen bei Den Haag, Niederlande, Museum Beelden aan Zee
Oberammergau Museum
Bad Bayersoien, Museum im Bierlinghaus